Die Brücke
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Biographie  
   
1919 Bernhard Wicki wird am 28. Oktober in St. Pölten (Niederösterreich) als Sohn eines Schweizers und einer Österreicherin geboren. Schweizer Staatsangehörigkeit.
 
1938 Abitur in Bad Warmbrunn, Schlesien. Umzug nach Berlin. Besuch der Staatlichen Schauspielschule Berlin unter Gustaf Gründgens.
Am 9. November Verhaftung, Häftling im KZ Sachsenhausen.
 
1939 Frühling: Entlassung aus dem KZ.
Sommer: Eintritt in das Schauspiel- und Regieseminar der Staatsakademie für Musik und darstellende Kunst (Max-Reinhardt-Seminar), Wien.

 
1939/40 Am Schönbrunner Schlosstheater (innerhalb des Seminars): u. a. Titelrolle im Urfaust von Goethe (Debüt; Erstaufführung: 30. Juni 1939), Ferdinand in Kabale und Liebe von Schiller, Titelrolle in Robert Guiskard von Kleist (auch Inszenierung unter Leitung von Adolf Rott), König Aridäus in Philotas von Lessing sowie Oginski in Elga von Gerhard Hauptmann (auch Inszenierung).
Kleine Rollen am Burgtheater, darunter in Goethes Götz von Berlichingen und Schillers Wilhelm Tell.
Am Theater in der Josefstadt: Hilfsgeistlicher in der Winterballade von Gerhard Hauptmann (mit Elfriede Kuzmany). Statist in dem Film Der Postmeister (Regie: Gustav Ucicky).
 
1940/41 Engagement als 1. jugendlicher Held und Liebhaber am Stadttheater Freiberg/Sachsen. Rollen in Maria von Schottland von Hanns Gobsch,
Der Alpenkönig und der Menschenfeind von Ferdinand Raimund,
Isabella von Spanien von Hennann Heinz Ortner, Kabale und Liebe von Schiller. Eigene Inszenierung: Herr Varnhusen liquidiert von Hanns Gobsch
(Erstauführung: 29. November 1940).

 
1941/42 Engagement am Schauspielhaus Bremen.
Rollen u. a. in Protektion von Gustav Davis.
Achill unter den Weibern von Hans Jüngst,
Der Strom von Max Halbe,
Melusine von Richard Billinger,
Die kluge Wienerin von Friedrich Schreyvogl,
Schillers Kabale und Liebe, Shakespeares Othello und Goethes Urfaust.
 
1942/43 2. Spielzeit am Schauspielhaus Bremen. Rollen u.a. in Goethes Götz von Berlichingen, Hebbeles Maria Magdalene und Goethes Clavigo.
 
1943 August: Gast beim Salzburger Theater- und Musik-Sommer (Felsenreitschule) als Pylades in Goethes Iphigenie auf Tauris (Inszenierung: Otto Falckenberg) und am Münchner Prinzregententheater als Orest in Elektra von Sophokles. Dazwischen lernt Wicki im Nachtexpress Budapest-München die Schauspielerin Agnes Fink kennen.
 
1943/44 Engagement am Bayerischen Staatstheater in München. Rollen u. a. in Shakespeares Macbeth (Prinzregententheater), Aias von Sophokles (Tonhalle) und Das laute Geheimnis von Calderon (Residenztheater, mit Agnes Fink).
Die Theater werden geschlossen.

 
1945 24. Februar: Wicki heiratet die Schauspielerin Agnes Fink.
Die Wickis verlassen Deutschland.
Engagement am Schauspielhaus Zürich. Rolle (u. a.):
Harry in der deutschen Erstaufführung von Eliots "Der Familientag".
 
1946 Schauspielhaus Zürich: Pierre in der deutschen Erstaufführung von Giraudouxs
Die Irre von Chaillot (mit Therese Giehse); Clavigo von Goethe (mit Agnes Fink).
 
1948/49 Engagement am Stadttheater Basel. Rollen (u.a.):
Rausch von Strindberg (mit Agnes Fink, Inszenierung: Ernst Ginsberg);
Orest in Iphigenie auf Tauris von Goethe (Agnes Fink, Inszenierung: Ginsberg);
Aemilian in Uraufführung von Dürrenmatts Romulus der Große (Inszenierung: Ginsberg);
Sohn in der Uraufführung Dürrenmatts "Der Blinde" (mit Kurt Horwitz, Regie: Ginsberg).
 
1950 Beginn der freischaffenden Tätigkeit.
Filmdebüt in Der fallende Stern (Regie: Harald Braun).

 
1950-54 Mitglied des Ensembles des Bayerischen Staatsschauspiels (Residenztheater) in München. Rollen (u.a.): Neffe in Lorcas Dona Rosita (1950, Inszenierung: Jürgen Fehling); Leopold in Tiecks Ritter Blaubart (1951, Inszenierung: Fehling); Dauphin in Shaws Die heilige Johanna (1952, Inszenierung: Ginsberg); Orsino in Shakespeares Was ihr wollt; Amphitryon von Kleist (mit Agnes Fink); Leutnant in Süden von Julien Green (Inszenierung: Ginsberg).
 
1952 Synchronsprecher in "Le Plaisir" (Regie: Max Ophüls).
 
1953 Filmrollen: Junges Herz voll Liebe (auch: Der Haflinger Sepp, Regie: Paul May);
Die letzte Brücke
(Österreich/Jugoslawien. Regie: Helmut Käutner).
Synchronsprecher bei Cangaceiros (Regie: Lima Barreto).
 
1954 Filmrollen: Rummelplatz der Liebe (Regie: Kurt Neumann, der gleichzeitig unter dem Titel Carnival story auch eine amerikanische Version mit anderen Darstellern drehte);
Die Mücke
(Regie: Walter Reisch); Gefangene der Liebe (Regie: Rudolf Jugert);
Das zweite Leben/Double Destin
(BRD/Frankreich, Regie: Victor Vicas);
Ewiger Walzer
(auch: Frauen um Johann Strauss, Regie: Paul Verhoeven);
Kinder, Mütter und ein General
(Regie: Laslo Benedek).

 
1955 Filmrollen: Es geschah am 20. Juli (Regie: G.W. Pabst);
Du mein stilles Tal
(Regie: Leonard Steckel);
Rosen im Herbst
(Regie: Rudolf Jugert);
Frucht ohne Liebe
(Regie: Ulrich Erfurth).
Vorerst letzte Bühnenrolle in Julien Greens Süden am Münchner Staatstheater.
Der Besuch der Fotoausstellung Family Of Men in Luzern veranlasst Wicki, sich eine Kamera zu kaufen, eine Dunkelkammer einzurichten und sich selbst als Fotograf zu versuchen. In den folgenden Jahren werden seine Bilder in Ausstellungen gezeigt, ein Angebot der Illustrierten Life als Fotoreporter lehnt er ab.
 
1956 Filmrollen: Weil du arm bist, musst du früher sterben (Regie: Paul May);
Tierarzt Dr. Vlimmen
(Regie: Arthur Maria Rabenalt);
Königin Luise (Regie: Wolfgang Liebeneiner).

 
1957 Filmrollen: Flucht in die Tropennacht (Regie: Paul May);
Die Züricher Verlobung (Regie: Helmut Käutner);
Es wird alles wieder gut (Regie: Geza von Bolvary);
Madeleine und der Legionär (Regie: Wolfgang Staudte).
Regie-Volontär bei Monpti (Regie: Helmut Käutner).
 
1958 Filmrollen: in Frankreich La Chatte (Die Katze, Regie: Henri Decoin);
in Osterreich Frauensee (Regie: Rudolf Jugert);
Unruhige Nacht (Regie: Falk Harnack):
Frau im besten Mannesalter (Regie: Axel von Ambesser).
Regiedebüt mit dem Dokumentarspielfilm Warum sind sie gegen uns? (Dreharbeiten: Mai; Uraufführung: Oktober).

 
1959 Filmrolle: Lampenfieber (Regie: Kurt Hoffmann).
Regie: Die Brücke (Dreharbeiten: Mai/Juni; Uraufführung: Oktober).
 
1960/61 Regie: Das Wunder des Malachias (Dreharbeiten: Oktober 1960 bis Januar 1961; Uraufführung: Juli 1961).
 
1961 Der Schauspieler und Galerist Günter Meisner veranstaltet in Berlin eine Ausstellung mit Wickis Fotos. Dazu erscheint die Broschüre Fotos.
Regie der deutschen Synchronfassung des Films Ningen no joken (Barfuss durch die Hölle, Japan 1958-60, Regie: Masaki Kobayashi).

 
1962 Filmrolle: in Italien L'Amore dificilie (Erotica).
Episode Il Serpente (Liebe macht erfinderisch, Regie: Alberto Bonucci).
 
1963 Filmrollen: in Frankreich Vacances Portugaises (Ferien in Portugal, Regie: Pierre Kast);
Elf Jahre und ein Tag
(Regie: Gottfried Reinhardt).
Regie: The visit (Der Besuch), nach Dürrenmatt, mit Ingrid Bergman und Anthony Quinn, gedreht von September bis Dezember in den Cinecitta-Studios, Rom.
Wicki wird Mitglied der Deutschen Akademie der darstellenden Künste in Frankfurt/Main.
 
1964 Regie der Hollywood-Produktion Morituri (Kennwort Morituri) mit Marion Brando und Yul Brynner, gedreht von August bis November in Kalifornien.
 
1965 Ende November: Wicki übernimmt die Regie von Transit (mit seiner Frau Agnes Fink in der Hauptrolle) nach dem Roman Mein Name sei Gantenbein von Max Frisch, nachdem Frisch sich mit dem ursprünglichen Regisseur Erwin Leiser überworfen hat. Wegen einer Erkrankung Wickis und Theater-Verpflichtungen des Darstellers Ernst Schröder müssen die Dreharbeiten (Kamera: Sven Nykvist; Produzent: Hanns Eckelkamp) nach fünf Tagen abgebrochen werden.
 
1966 Wicki wird in München an einem Tumor operiert.
 
1967 Bühnenrolle bei den Salzburger Festspielen:
Ostwind von Leo Lehman (Inszenierung: Kurt Meisel). Auch TV-Aufzeichnung.
September/Oktober: Regie des Kurzfilms Die Träne mit Helmut Qualtinger (Episode aus dem Film Paukenspieler).
Unrealisierte Projekte: Neubearbeitung des Transit- Stoffes für eine amerikanische Produktionsgruppe: Die Messe der erfüllten Wünsche (nach dem Roman von Paral) für die Bavaria-Film als Fernseh- und Kinofilm.
 
1968 TV-Rollen: Affaire Dreyfuss (Regie: Franz Josef Wild);
in Österreich Der Feldmarschall (Regie: Hermann Kutscher);
Graf Öderland (Regie: Rolf Hädrich).
Inszenierung von Shakespeares Der Sturm am Wiener Burgtheater.
Inszenierung von Shakespeares Antonius und Cleopatra (mit Agnes Fink) am Schauspielhaus Zürich.
Unrealisiertes Projekt: Fernsehfilm Winzige Alice nach dem Theaterstück Tiny Alice von Edward Albee, in Originaldekors in Österreich, mit Agnes Fink und Richard Münch in den Hauptrollen.

 
1969 Filmrolle: Deine Zärtlichkeiten (Regie: Peter Schamoni).
 
1970 Salzburger Festspiele: Lucky in Samuel Becketts "Warten auf Godot" (Regie: Krejca)
Regie: Das falsche Gewicht (TV), nach Joseph Roth, mit Helmut Qualtinger und Agnes Fink (Dreharbeiten: Februar bis April).
Regie: Karpfs Karriere (TV) mit Martin Benrath und Agnes Fink.
TV-Rolle: Carlos (Regie: Hans W. Geissendörfer).

 
1971 Inszenierung von Albees Winzige Alice am Wiener Akademietheater
 
1972 Januar: Wicki beginnt nach monatelangen Vorbereitungen im Münchner Residenztheater (Helmut Henrichs) mit den Proben zu Witold Gombrowicz' Die Trauung. Hauptrolle: Christoph Bantzer. Mitte Februar: Die aufwendige Inszenierung platzt, die für den 25. März geplante Premiere wird abgesagt. Die Gründe: Querelen und Ränkespiele hinter den Kulissen. Nach fristloser Kündigung ihrer Gastverträge verklagen Wicki und Bantzer den Freistaat Bayern auf Auszahlung der Restgagen. Das Bühnenschiedsgericht gibt ihnen Recht und stellt fest, dass nicht Wicki, sondern das Residenztheater am Scheitern der Inszenierung schuld ist.
TV-Rollen: Toter gesucht (Regie: Theodor Grädler. Reihe Der Kommissar);
Das Jahrhundert der Chirurgen (Episode Die Krönung, Regie: Wolf Dietrich).
 
1973 Nach einjähriger Arbeit wird Wicki die geplante Verfilmung von Hermann Hesses Steppenwolf von den Produzenten wieder aus der Hand genommen und vom Drehbuchautor Fred Haines selbst verfilmt (Darsteller Max von Sydow, Dominique Sanda, Pierre Clement Musik: George Gruntz).
Regie der deutschen Synchronfassung von The Exorcist (Der Exorzist, Regie: William Friedkin).
TV-Rolle: Herr und Frau Brandes (Regie: Leopold Lindberg, Reihe Der Kommissar).

 
1974 Das Filmprojekt Der kurze Brief zum langen Abschied nach Peter Handke, das Wicki nach eigenem Drehbuch vorbereitet, kommt über die Vorbereitungsphase nicht hinaus (Herbert Vesely wird den Stoff 1976/77 verfilmen).
 
1975 Filmrolle: Crime and passion (Frankensteins Spukschloss, Regie: Ivan Passer), amerikanisch-deutsche Koproduktion, gedreht in den österreichischen Alpen.
Gründung (mit Jürgen Dohme) der Scorpion-Filmproduktion in München.
Regie und Produktion: Die Eroberung der Zitadelle, gedreht von April bis August auf Elba. Wicki muss sich persönlich verschulden, als die Dreharbeiten durch schlechtes Wetter verzögert werden.

 
1976 TV-Rollen: Glückssucher (Regie: Peter Beauvais);
Eine Nacht im Oktober (Regie: Wolfgang Becker, Reihe Derrick);
Die Wege zum See (Regie: Michael Hanecke). Wicki erhält bei der Bundesfilmpreis-Verleihung das Filmband in Gold für langjähriges und hervorragendes Wirken im deutschen Film.
August: Regie der TV-Dokumentation Curd Jürgens - Der Filmstar, der vom Theater kam.
 
1977 Filmrollen: Die linkshändige Frau (Regie: Peter Handke);
Despair - Eine Reise ins Licht (Regie: Rainer Werner Fassbinder).
Juli: Premiere von Die Eroberung der Zitadelle bei den Filmfestspielen in Berlin. Unmittelbar danach, auf dem Kanzlerfest in Bonn, lernt Wicki die Schauspielerin Elisabeth Endriss kennen, mit der er zusammenleben wird. Bühnenrolle: Hemingway in der Uraufführung von Hochhuths Tod eines Jägers bei den Salzburger Festspielen und am Theater in der Josefstadt, Wien (Inszenierung: Haeusserman).
Erster Drehbuchentwurf zu einer Verfilmung von Joseph Roths Roman Das Spinnennetz.
Wicki wird zum Commendatore della Republica Italiana ernannt.

 
1977/78 Filmrolle: Die gläserne Zelle (Regie: Hans W. Geissendörfer).
 
1978 Filmrolle: Der Mann im Schilf (Regie: Manfred Purzer).
TV-Rolle: Die Abenteuer des David Balfour (Regie: Jean-Pierre Decourt, deutsch-französisch-britische Kooproduktion).
Bühnenrolle: Hemingway in Hochhuths Tod eines Jägers in den Münchner Kammerspielen. Inszenierung von Giraudouxs Die Irre von Chaillot (mit Joana Maria Gorvin) am Theater in der Josefstadt, Wien.
 
1978/79 TV-Rollen: in Österreich Lemminge, 1. Teil: Arkadien (Regie: Michael Haneke);
Theodor Chindler (Regie: Hans W. Geissendörfer).

 
1979 Filmrolle: in Frankreich La Mort en direct (Death Watch - Der gekaufte Tod, Regie: Bertrand Tavernier).
TV-Rolle: Alte Kameraden (Regie: Theodor Grädler, Reihe Der Alte).

 
1979/80 TV-Rolle: in Österreich Alpensaga- Ende und Anfang (Regie: Dieter Berner).
 
1980 TV-Rollen: Zeuge Yurowski (Regie: Alfred Vohrer, Reihe Derrick);
Im Schlaraffenland (Regie: Fritz Umgelter).

 
1981 TV-Rolle: Der Zigeuner (Regie: Theodor Grädler, Reihe: Der Alte).
Beginn der Drehbucharbeit mit Wolfgang Kirchner an Das Spinnennetz.

 
1981/82 Filmrolle: Domino (Regie: Thomas Brasch).
 
1982 Auftritt in dem schweizerischen Dokumentarspielfilm Max Haufler, "Der Stumme".
TV-Rolle: The mysterious stranger  (Der geheimnisvolle Fremde, Regie: Peter H. Hunt, amerikanisch-deutsch-österreichische Koproduktion).
Wicki erhält das Große Verdienstkreuz des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland.

 
1982/83 Filmrollen: Frühlingssinfonie (Regie: Peter Schamoni);
Bereg (Das Ufer, Regie: Alexander Alow und Wladimir Naumow, sowjetisch-deutsche Coproduktion).

 
1983 Filmrolle: Eine Liebe in Deutschland (Regie: Andrzej Wajda).
TV-Rolle: Eine Art von Zorn (Regie: Ulrich Edel).
Wicki wird Korrespondierendes Mitglied der Akademie der Künste in Ostberlin.

 
1983/84 Filmrollen: in der Schweiz La diagonale du fou (Duell ohne Gnade, Regie: Richard Dembo, schweizerisch-französisch-deutsche Coproduktion); in den USA und Paris (Regie: Wim Wenders).
TV-Rolle: Elf Jahre danach (Regie: Michael Meyer. Reihe Ein Fall für Zwei).

 
1984 Regie: Die Grünstein-Variante, gedreht in den DEFA-Studios, Potsdam-Babelsberg (Februar bis April).
Oktober: Retrospektive der Wicki-Regiearbeiten im Filmpodium, Zürich.

 
1984/85 Filmrolle: Maria Ward - Zwischen Galgen und Glorie (Regie: Angelika Weber).
 
1985 Filmrolle: Killing cars (Regie: Michael Verhoeven).
 
1985/86 Regie: Sansibar oder der letzte Grund (TV-Film), gedreht von Oktober 1985 bis Mai 1986 in den DEFA-Studios in Potsdam-Babelsberg sowie an Originalschauplätzen in der DDR.
TV-Rolle: Pattbergs Erbe (Regie: Marianne Lüdecke).
1986 Wicki erhält den Helmut-Käutner-Preis der Stadt Düsseldorf. Das dortige Filminstitut richtet aus diesem Anlass ein Bernhard-Wicki-Archiv ein.
November/Dezember: 1. Drehphase Das Spinnennetz (nach Joseph Roth) in Berlin.
 
1987 Mai: Wicki erleidet in Prag einen schlaganfallartigen Zusammenbruch und kommt für mehr als sechs Wochen ins Krankenhaus.
Juli bis September: 2. Drehphase Das Spinnennetz in der Tschechoslowakei.
 
1988 Februar: Wicki beginnt mit dem Schnitt des bereits gedrehten Spinnennetz-Materials.
Juni bis August: 3. Drehphase Das Spinnennetz.
Dezember: Nachdreh Das Spinnennetz, letzte Klappe am 13. Dezember.
 
1989 Wicki erhält den Bayerischen Filmpreis für seine Verdienste um den deutschen Film.
Mai: Uraufführung von Das Spinnennetz bei den Filmfestspielen in Cannes;
Wicki wird Mitglied der Akademie der Künste in Berlin (West).
Juni: Die Brücke erhält anlässlich "40 Jahre Bundesrepublik" zum zweiten Mal einen Bundesfilmpreis.
Oktober: Das ZDF strahlt aus Anlass von Wickis 70. Geburtstag die Sendung
BERNHARD WICKI: REGISSEUR
von Charlotte Kerr aus.

 
1989/90 TV-Rolle: drei Folgen der Serie Das Erbe der Guldenburgs (Regie: Gero Erhardt).
 
1990 Februar: Wicki wird mit der Berlinale-Kamera ausgezeichnet.
Filmrolle: Erfolg (Regie: Franz Seitz).
22. Juli: Das österreichische Fernsehen (ORF) strahlt die einstündige Sendung
Ich über mich - autobiographische Notizen von Bernhard Wicki (Regie: Walter Lehr) aus.
September: Das Goethe-Institut in Paris zeigt eine Wicki-Retrospektive.
November: Wicki erhält den Schwabinger Kunstpreis für sein Gesamtwerk.

 
1991 September: Das Filmfestival Köln ehrt Bernhard Wicki mit einer Hommage.
Beginn der Vorbereitungen des Films Die Sirene nach einer Novelle von Dieter Wellershoff

 
1992 Wicki wird in Düsseldorf mit dem Ufa-Ehrenpreis ausgezeichnet.
 
1993 TV-Rolle: in Österreich Das Geheimnis (Regie: Michael Schottenberg)
 
1993/94 Filmrolle: Prinzenbad (Regie: Richard Blank), gedreht in Prag.
 
1994 TV-Rolle: Wilder Thymian (Regie Gero Erhardt), gedreht in Schottland.
28. September: Aus Anlass der Wiedereröffnung des Berliner Zoo-Palasts erhält Wicki zusammen mit Liselotte Pulver, Paul Hubschmid, Billy Wilder und Jürgen Wohlrabe den neu gestifteten UCI-Preis für Verdienste um den Film.
Am 28. Oktober stirbt Agnes Fink.

 
1995 Am 26. Mai heiratet Bernhard Wicki die Schauspielerin Elisabeth Endriss.
 
1996 Das Filmprojekt Die Sirene wird wegen Krankheit gestoppt.
 
1998 Deutscher Videopreis: Lifetime Achievment Award
 
1999 28. Oktober: Hommage für Bernhard Wicki zum 80. Geburtstag im Stadtmuseum München. Medaille "München leuchtet" in Gold.
 
2000 4. Januar Großer österreichischer Verdienstorden Litteris et Artibus.
5. Januar stirbt Bernhard Wicki in München
 

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