Presse -
Jugendkinotage 2007
Bayerische Jugendliche lernen im Kino
Feierliche Abschlussveranstaltung der 5. „Jugendkinotage – Die Brücke“ mit
viel Prominenz aus Politik, Film- und Medienbranche
Pressemitteilung zum Download als .pdf-Dokument
Die 5. Jugendkinotage - Die Brücke begannen am 19. November 2007 in
München. Rund 3.500 bayerische Schüler erlebten vom 19.11. bis 7.12.2007 in
München, Oberstdorf, Nürnberg und Cham Filme und Diskussionen.
München, 16. November 2007: Bereits zum fünften Mal starteten am 19. November
2007 die vom Bernhard Wicki Gedächtnis Fonds e.V. ins Leben gerufenen
Jugendkinotage - Die Brücke , die sich mit ihrem Programm für Toleranz,
Integration und Verständigung einsetzen.
Das Festival tourte die nächsten Tage durch Bayern und startete in München
(19./20./23.11.) und macht dann Station in Oberstdorf (26./27.11.), Nürnberg
(28.-30.11.) und in Cham (05.-07.12.).
Auf dem Programm der Jugendkinotage standen in diesem Jahr folgende Filme:
Der im Sommer mit dem Bernhard Wicki Filmpreis - Die Brücke - Der
Friedenspreis des Deutschen Films ausgezeichnete Film TRADE - WILLKOMMEN IN
AMERIKA (Marco Kreuzpaintner), das mehrfach ausgezeichnete Drama DER LETZTE
ZUG (Joseph Vilsmaier, Dana Vávrová), DIE BRÜCKE (Bernhard Wicki) und
GWENDOLYN (Stefanie Sycholt) auch für die jüngeren Zuschauer.
Die Stadt Cham stand in diesem Jahr erstmals auf dem Tourplan und das
Interesse dort war groß. "Wir sind sehr stolz mit den Jugendkinotagen - Die
Brücke nun auch in Cham zu sein. Es ist für uns ein Ort mit einer ganz
besonderen Verbindung zu unserer Arbeit, hat doch mein Mann Bernhard Wicki
in Cham seinen weltweit bekannten und preisgekrönten Antikriegsfilm "Die
Brücke" dort gedreht", erklärt Elisabeth Wicki-Endriss, Vorstand des
Bernhard Wicki Gedächtnis Fonds e.V.
Insgesamt lagen derzeit Anmeldungen für rund 3.500 Kinder und Jugendliche
aus allen Schularten für die kostenfreien Vorstellungen vor. Darunter auch
zahlreiche Anmeldungen aus Förderschulen und Förderzentren für Schüler mit
geistiger, Lern-, Seh- bzw. Hörbehinderung, auf die sich die Organisatoren
in den Kinos teilweise mit besonderer Betreuung einstellen.
Zu jedem Film erhielten die Lehrer der teilnehmenden Klassen umfangreiche
Begleitmaterialien zur Vor- und Nachbereitung der Filme im Klassenverband.
Diese konnten beim Fonds angefordert oder direkt von der Website
www.bernhardwickigedaechtnisfonds.de heruntergeladen werden.
Zur Vertiefung des Kinoerlebnisses und der Auseinandersetzung mit den Themen
wurden bei einzelnen Vorstellungen zudem Filmgespräche mit Filmschaffenden
angeboten. Regisseure und Schauspieler haben die Vorführung der Filme
teilweise begleitet und für Fragen zur Verfügung gestanden.
Als Filmpaten hatten in diesem Jahr ihr Kommen für zu einzelnen Vorführungen
der Jugendkinotage - Die Brücke 2007 zugesagt: Marco Kreuzpaintner,
Regisseur von "Trade - Willkommen in Amerika", Dana Vávrová und Josef
Vilsmaier, die Regisseure von "Der Letzte Zug", Max Mannheimer, Buchautor
und Überlebender des Holocaust, Stefanie Sycholt, Regisseurin von
"Gwendolyn" und Monika Schwarz, Dieter Kirchlechner und Lars Lünebach,
Darsteller aus dem Film "Gwendolyn".
Ihren Abschluss fanden die diesjährigen Jugendkinotage - Die Brücke am 13.
Dezember 2007 in München im Rahmen einer feierlichen Verleihung des
Jugendfilmpreis` - Die Brücke im Hubert Burda Saal der Israelitischen
Kultusgemeinde München und Oberbayern. Denn der Bernhard Wicki Gedächtnis
Fonds e.V. hat in diesem Jahr erstmals einen
Filmwettbewerb für Kinder und
Jugendliche ins Leben gerufen und den 12- bis 18-Jährigen vorgeschlagen,
Teams zu bilden, um brisante Themen ihrer Wahl, ihres Umfeldes und Alltags
als Kurzfilm zu gestalten. Filme über Gemeinsamkeiten, die sie verbinden und
Unterschiede, die sie an den anderen entdecken - Gemeinsamkeiten und
Unterschiede aufgrund ihrer kulturellen oder religiösen Herkunft.
Im Rahmen dieses Projektes arbeitet der Bernhard Wicki Gedächtnis Fonds e.V.
sehr eng mit dem Jugend- und Kulturzentrum der Israelitischen Kultusgemeinde
München und Oberbayern, im Kontext mit katholischen und evangelischen
Organisationen, aber auch islamischen Verbänden zusammen. Die zu diesem
Wettbewerb eingereichten Filme und ihre jungen Filmemacher wurden am 13.
Dezember 2007 vorgestellt und vor den anwesenden Gästen aus Politik, Film-
und Medienbranche gewürdigt.
Die Jugendkinotage - Die Brücke 2007 und die Jugendarbeit des Bernhard Wicki
Gedächtnis Fonds e.V. werden unter anderem unterstützt vom Kulturfonds
Bayern, dem Bayerischen Staatsministerium für Unterricht und Kultus, dem
Bildungswerk der Bayerischen Wirtschaft e.V., der Bayerischen Landeszentrale
für Neue Medien, der Stadt Cham, dem Verband Druck & Medien und der BMW
Group.
Über den Bernhard Wicki Gedächtnis Fonds e.V.:
Der Bernhard Wicki Gedächtnis Fonds e.V., München, wurde 2001 von Elisabeth
Wicki-Endriss, der Witwe des 2000 verstorbenen Bernhard Wicki, gegründet.
Zweck des Bernhard Wicki Gedächtnis Fonds e.V. ist die Förderung von
Bildung, Toleranz und Völkerverständigung, basierend auf dem filmischen
Vermächtnis von Bernhard Wicki und seinen Inhalten. Insbesondere die
Förderung von Kunst und Kultur auf dem Gebiet des gesellschaftlich besonders
engagierten, für Toleranz und Menschenrechte werbenden Films. So würdigt
"Der Bernhard Wicki Filmpreis - Die Brücke - Der Friedenspreis des Deutschen
Films" seit 2002 jährlich künstlerische Arbeiten, die Brücken schlagen, wo
andere Gräben aufreißen. Er soll wegweisend für junge Künstler sein, sich
mehr an Filmen, die sich durch Inhalte und filmische Kraft auszeichnen, zu
orientieren, als an Effekten und Marketing. Der Preis steht unter der
Schirmherrschaft von Herrn Staatsminister Erwin Huber. Gleichzeitig arbeitet
der Bernhard Wicki Gedächtnis Fonds e.V. daran, jungen Menschen über das
Medium Film Orientierungshilfen zu geben für ihre Identitätsbildung und
Willensentscheidung gegen jegliche Gewalt und Verfolgung von Menschen
anderer geistiger Prägungen. Dazu hat er erstmals 2003 die "Jugendkinotage
Die Brücke" unter der Schirmherrschaft von Herrn Staatssekretär Karl Freller
in Kooperation mit dem Ministerium für Unterricht und Kultus ins Leben
gerufen.
Diese
Pressemitteilung zum
Download als .pdf-Dokument
|